RP-Thread Edition 19. [FSK 16]

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    • RP-Thread Edition 19. [FSK 16]

      Sanft strich Nera mit seiner Hand durch das feuchte Gras der grünen germanischen Wiese. Seine langen verfilsten Haare, die er auf die klassische irische Weise zu tragen pflegte, lagen ihm tief in seinem mit Regen benetzten Gesicht. Es schien der ideale Ort für die erste Schlacht seines Feldzuges zu sein. An den Hügeln hatte er mehrere tausend irische, germanische und britannische Bogenschützen postieren lassen, die nur auf den Einmarsch der imperialen Legionen warteten. Nera hatte diesen Ort und diesen Tag nicht ohne Bedacht ausgewählt, denn es würde den Legionen schwer
      fallen sich auf diesem Gelände, daß an jenem Tag zu allem Überfluß an Glück noch durchnässt war, aufzumaschieren.

      "Ein guter Tag für eine Schlacht, nicht Nera?", drang eine dunkle Frauenstimme leise aus dem Hintergrund.
      Nera erschrak leicht, stellte sich rasch auf und wandte sich der jungen Frau hinter ihm zu.
      "Führ war, Mórrígan, führ war. Aber noch haben wir nicht gewonnen, alles wird im letzten Augenblick an
      den Schwertern der hunnischen Reiter sein. Ihrer ist es, ob diese erste Schlacht gegen das Imperium und
      seinen Gott gelingen mag.", seine Stimme klang fast ein wenig wehmütig während er sich neben die Frau stellte.
      "Ich wünschte dir sagen zu können, ob diese Schlacht von Erfolg gekrönt sein wird - doch ich kann es nicht", Mórrígan
      lächelte verspielt, "doch dein Schicksalspfaden, Nera dies versichere ich dir, ist länger Gesponnen als dieser Tag.
      "Ihr meint, große Phantom Königin, ich werde erst bei Aufgang der Sonne meinen Verletzungen erliegen."
      "Nera, habe vertrauen", sie legte ihre Hand sanft auf seine Schulter, "es beginnt."

      "Sie kommen!", brüllte die Stimme eines Wachposten über die weite Ebene, "Die Christen, sie kommen!"

      So tobte die Schlacht über Stunden bis weit nach Untergang der Sonne. Nera, der seine Truppen führte wie kein anderer Feldherr es je hätte gekonnt, schlug mit seinem eigenen Schwert. Dem mächtigen Phantomschwert. Welches ihm einst von Mórrígan gegeben und von Maeve gesegnet wurde, mehr Legionären den Schädel vom Rumpf als im gesamten Imperium Kinder geboren wurden, in jener Nacht. Doch auch dies war vergeblich, als die Reihen der Bogenschützen gelichtet und die hunnischen Reiter noch immer nicht am Horizont erschienen waren. So schwang er sich, Nera, mit letzter Kraft auf sein weißes Ross und ritt. Er ritt, wie er noch nie geritten war und als er endlich die Häuser eines kleinen Dorfes erblickte, verließen ihn die letzten Kräfte.
    • Ein fales Licht schien durch die Wolkendecke, nur schwach, kaum zu erkennen. Der Regen plätscherte leise vor sich hin während Udaug das Treiben am Himmel beobachtete. Viele Walküren zogen heute Nacht aus, die Gefallenen zu holen und noch weit mehr der Toten würden wohl bald in Hel einkehren.

      Es war kühl geworden in dieser Nacht doch es störte ihn nicht, seine Glieder spürten die Kälte schon lange nicht mehr. Erst jetzt bemerkte er, wie die Dörfler ihn anstarrten. Sie alle hatten Unterschlupf gesucht als der Regen begann doch er lehnte immernoch an der dunklen Hausecke wie schon fast den ganzen Tag. Die zerfledderte Robe hing schwer an ihm herunter. Der grobe, wollene Stoff hatte sich bereits völlig vollgesogen und an jeder Ecke und jedem Ende tropfte das Wasser bereits wieder heraus.

      Mit einem Schlag höhrte Udaug laute Stimmen aus der schäbigen Taverne an der er lehnte. Etwas ungewöhnliches schien sich ereignet zu haben. Seine ledernen Handschuhe quietschten leise als er den schwarzen Eichenstab umklammerte und sich an diesem hochzog. Es interessierte ihn nicht wirklich was die Dörfler so in Aufregung versetzte aber es würde ihm nicht Schaden etwas Neugier zu heucheln. Langsam wurde man misstrauisch...

      Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.
      Das kleine Rote Buch - Mao Zedong

      Ich bin ja auch nur irre in Kombination mit einem Ticken diabolischer Intelligenz. So eine Art Montgomery Burns auf Crack mit einem Gewaltproblem.
      Avalon

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lord Braindead ()

    • Noch als Udaug um eine dunkle Ecke, jenes verträumten germanischen Dorfes bog, setzte sich auf seine Schulter ein Rabe. Schwarz wie Ebenholz. Jener Rabe, dessen Erscheinung so göttlich wirkte wie der Ritt der Walküren, begann leise und doch krächzend zu ihm zu flüstern.
      "Udaug", sprach der Rabe, "ich weiß wer du bist, Krieger. Ich weiß wohin du gehst und woher du kamst, Hel flüsterte es mir. So trete ich an dich, Udaug mit geringer Bitte. Denn befehlen, kann ich dir nicht."
      Für einen kurzen Augenblick, in dem der Mond hinter eine Wolke verschwand schwieg der schwarze Rabe auf seinen Schultern.
      "Höre mich Udaug. Ein weißes Pferd wird vor die Taverne dieses Dorfes reiten, gesäumt von einem dunklen und jungen Krieger mit Haar so rot wie Feuer. Hilf ihm und dir wird geholfen, durch meinen dank und seiner Begleitung."
    • Udaug spähte in die dunkelheit, nach dem Pferd das man ihm verhies während er leise dem Raben antwortete. "So, Hel dir meinen Namen nannte wirst du es wohl Wert sein das ich dir Traue. Die Bitte gewähren will ich dir. Kein Leid soll diesem Mann geschehen das ich abwenden könnt, dem sei dir Gewiss." "Mein Dank, Krieger, sei dir Sicher. So rufe nach mir, wenn es dir nach ihm zerrt." Mit diesen Worten breitete er seine Schwingen aus, der Rabe, und schwang sich auf in die luftigen Höhen.

      So stand Udaug noch eine kurze Weile vor der Taverne und sah den Weg hinab bis er es schliesslich sah. Erst war es nur ein weißer Schimmer in der Dunkelheit, dann sah er ihn, den edlen weißen Schimmel. Ein wahrlich prächtig Tier, nur selten anzutreffen in dieser Gegend. Als er sich näherte sah Udaug auch den Reiter den man ihm verheissen hatte. Er saß noch immer fest im Sattel doch sein Gesicht war vergraben in der langen Mähne seines Rosses und keinen Musekl schien er mehr rühren zu können. Als das Pferd vor Udaug stand hielt es inne, als wüsste es das er es erwartete. So nahm er die Zügel und band sie um einen der Pfeiler der Taverne. Den Reiter legte er sich behutsam auf die Schulter und brachte ihn nach drinnen. Udaug hatte nicht viel Gold bei sich, ein Zimmer fast unerschwinglich für ihn aber so die Götter ihn darum baten würde er auch seine letzte Münze geben diesem Mann ein weiches Bett zu gönnen.

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      Avalon
    • Leise rauschte der Wind durch die uralten Wälder Germaniens. Sityria hockte angespannt auf dem Boden und musterte die Spuren die sich vor ihr auftaten genau. Grob gearbeitete Stiefel hatten sich tief in den feuchten Waldboden gedrückt. Typisch Menschlich, kein Vergleich mit der Handwerkskunst ihres eigenen Volkes. Die junge Waldelfe lachte leise und erhob sich, wobei die leichte Rüstung leise klapperte. Sie verzog den Mundwinkel als das metallene Geräusch ihr Gehör beleidigte, sie würde wohl noch einmal mit dem Rüstungsschmied in der Zitadelle sprechen müssen.
      Sie huschte leise und ungesehen durch die Schatten des Waldes als plötzlich ein wohlbekannter Geruch an ihre Nase drang. Flammen, genährt durch Holz...und Fleisch...
      Sie spurtete los, sprang durch die Wälder ohne auch nur einen kleinen Ast abzubrechen, kurz vor einer Lichtung hielt sie an. Sie atmete nicht einmal schwer, sie war schon lange eine Waldläuferin. Sityria legte sich flach auf den Boden und schob den Ast eines Busches beiseite.
      Dann sah sie sie...
      Menschen die eine der Zitadellen ihres Volkes überfielen. Die uralten Mauern, geschmückt mit den Zeichen uralter Götter waren eingestürzt und grobschlächtige Bewaffnete zwangen die Bewohner heraus. Sie sah mit aufgerissenen Augen wie eine andere Waldelfe in Garderüstung vor die Zitadelle geschliffen wurde. An ihrem Kopf glitzerte Blut, sie war offensichtlich tot.
      Die Waldläuferin beobachtete wie immer mehr Waldelfen nach draußen getrieben wurden, sie beobachtete wie ein Mann im schwarzen Gewand eine Art Gesang in einer ihr unbekannten Sprache anstimmte. Sityria kniff die Augen zusammen und schätzte die Entfernung, beinahe geisesabwesend nahm sie eine schwere Armbrust, eine untypische Waffe für ihr Volk, vom Rücken. Sie ging in die Hocke und legte an...

      Der Bolzen der durch das Unterholz kam durchschlug ohne Probleme die Kehle des Priesters.
      Während die Söldner panisch umherrannten und den Schützen suchten war die Waldläuferin schon längst wieder in den Tiefen der Wälder verschwunden.
    • Eoghan saß in einer Ecke der Taverne nahe beim Kamin in dem ein loderndes Feuer brasselte. Draußen peitschten die Regenschauer über das Dach der schäbigen Hütte. 'Alle Male besser als jetzt im Wald unterwegs zu sein', dachte er sich.
      Es gab nicht viel was einen ausgemachten Waldschrat wie ihn in die Bequemlichkeit menschlicher Behausungen trieb. Doch ein ausgewachsener Herbststurm wie er dort draußen tobte, war eines jener wenigen Dinge.
      Noch vor wenigen Tagen war er bei den Elfen gewesen um sich mit ihnen über die Geschehnisse im Wald auszutauschen. Die Nachrichten, die er von ihnen bekommen hatte, waren beunruhigend. Ein weiterer Grund, warum er die Nähe zur Zivilisation suchte. Er wollte mehr wissen.
      Fremde waren in ihr Land eingefallen und zwängen der Bevölkerung ihren Glauben an einen übermächtigen Gott auf. 'Welch widersinnige Vorstelllung', Eoghan schüttelt nur den Kopf.
      Traurig belauschte er das erregte Gespräch am Nachbartisch. Ein paar Männer redeten laut darüber, welches Massaker die Fremden an den Elben verübt hätten. Er schwor sich blutig Rache zu nehmen.... als ihm plötzlich der seltsame Fremde in der Tür auffiel. Ein eigenartiger Geruch umgab ihn... ein Geruch wie von altem Fleisch. Mit schweren Schritten stapfte er zum Wirt und nahm sich ein Zimmer. Über den Schultern trug er einen jungen Krieger.
      Eoghan lehnte sich zurück in seine Ecke und verschwand wieder im Schatten. Er würde weiter warten... und beobachten.

      Simply you can breath doesn't mean you are alive.

      Etwas verwest in uns. Unter diesem dünnen Lack aus Anstand, Moral und Zivilisation, gärt abgestandenes Menschsein und wenn die Membran reisst, wird die Welt ertrinken, in einem Meer aus Blut, Tränen und Pisse.

      "Wenn man mit anonymen Fremden im Internet diskutiert, muss man auf alles gefasst sein, denn fast immer entpuppen sie sich als von ihrer Unfehlbarkeit überzeugte Sechzehnjährige mit unendlich viel freier Zeit."
      Neal Stephenson
    • Mit lautlosen Schritten ging Udaug die Treppe wieder hinab. Der junge Recke den er auf der Schulter trug hatte er in das Zimmer gebracht. Als er durch die Taverne schritt ging einen raunen durch den Raum. Es war wohl an der Zeit das er weiter zog den die Verdächtigungen die manch einer gegen ihn hegte könnten ihm schon bald zum Verhängniss werden. Doch noch musste er hier verweilen. Langsam schritt er zum Kamin und stellte sich an das prasselnde Feuer, seine durchnässte Robe zu trocknen.

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    • Sityria huschte unauffällig durch den Regen. Ihre Kapuzenrobe war völlig durchnässt und klebte förmlich an ihrer Rüstung. Als ein Blitz durch den Wald donnerte und alles für einen Sekundenbruchteil erhellte fluchte sie leise, sie würde sich wohl doch einen Unterschlupf für die Nacht suchen müssen.
      Sie hatte von einem heruntergekommenen Gasthaus in der Nähe gehört, vielleicht fand sie dort einen Ruheplatz oder auch nur ein warmes Feuer...

      Als sie schließlich vor der zugigen Tür der Taverne stand sah sie dich noch einmal kurz um, sie hatte nicht vergessen was vor einigen Tagen im tiefen Wald passiert ist. Als sie sich sicher wahr das niemand aus dem Dorf sie beobachtete öffnete sie den Mantel ein wenig und rückte ihre Ausrüstung zurecht. Sie gürtete ihr Langschwert ein wenig fester um die Taille und zupfte ebenso ein wenig an der Kapuze rum, auf das ihre charakteristischen Ohren so lange wie möglich verborgen bleiben sollten. Als sie sich sicher war das man sie nicht auf Anhieb als Elfe erkennen würde drückte sie die schwere Tür auf und trat in den Raum hinein.
      Ihr schlug ein Gewirr aus Stimmen entgegen, Gerüche strömten an ihre Nase die ihren Magen zum revoltieren brachten. Sie zwang die aufsteigende Übelkeit herunter und ging weiter durch den Gastraum, nicht ohne dabei den Boden mit ihren schlammigen Stiefeln und dem tropfenden Umhang zu verschmutzen.
      Sityria lies sich in einer dunklen, einsamen Ecke nieder in der nur ein verstaubter Tisch und einige altersschwache Stühle standen. Sie lehnte sich, die Kapuze immer noch tief in das Gesicht gezogen in den Schatten und beobachtete die Anwesenden genau...
    • Eoghan döste mit offenen Augen, als der Fremde wieder die Trepper runterkam und sich vor den Kamin stellte. Abschätzig musterte er ihn und nahm wieder dessen eigentümlichen Geruch war. Eine dumpfe Vorahnung stieg in ihm auf... es wird doch wohl keiner der Untoten sein, der vor ihm stand? Er beschloss ihn anzusprechen.
      "Deinen Freund hat wohl der Blitz erwischt?" sagte er mit rauer, dunkler Stimme, dass es der Fremde gerade so hören konnte. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, als dieser seine Aufmerksamkeit ihm zuwandte.

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    • Udaugh wandte langsam sein Haupt zu dem der ihn Ansprach. Als die Flammen im Kamin ihren Tanz vollführten fiel kurz ein schwaches Licht unter die Kapuze die sein Gesicht verbarg. Er wirkte ausgemergelt, die Knochen waren deutlich zu erkennen durch seine fahle Haut. Der kurze Bart den er trug war ergraut obgleich seine Züge zwar schwer gezeichnet doch nicht wie die eines alten Mannes wirkten. "Was schert es euch was mit ihm geschah?" klang es leise und mit rauer Stimme unter der Kapuze hervor.

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    • Eoghan sah den Fremden unverwandt an. Sein rotbraunes Haar hing ihm ins Gesicht. Die filzigen Strähnen hatten den Geruch des Waldes vor langer Zeit angenommen. Schon als er vor 30 Jahren als kleiner Junge zu den Elfen kam und von diesen alles über den Wald und seine Bewohner gelernt hatte.
      "Nun, es sind seltesame Zeiten und seltsame Menschen sind unterwegs. Ihr seid wahrlich ein seltsamer Fremder, oder wollt Ihr das bestreiten? Setzt euch zu mir und erzählt mir." Er schob ihm einen Humpen des bitteren Mets hin, den sie in letzter Zeit öfter ausschanken. Der Fremde gefiel ihm, zumal er mit Sicherheit genauso ein Aussenseiter war, wie er selbst.
      Interessiert wartete er dessen Reaktion ab.

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    • Langsam lies Udaugh sich auf dem alten Eichenstuhl nieder. Seinen Stab lehnte er sachte an die Wand neben sich dann griff er den Krug und schüttete sich das Gebräu das der Wirt als Met bezeichnete in die Kehle. Es war wohl besser das er nichts schmeckte denn schon der Anblick der trüben Brühe erinnerte eher an Brackwasser als an das edle Honiggetränk das man hätte erwarten können. Er setzte den halb leeren Krug gemächlich wieder ab. "Es gibt nichts was ich euch zu sagen hätte. Ein Wandersmann, mehr bin ich nicht und auch an guten Geschichten mangelts."

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    • Eoghan beugte sich ein Stück nach vorne, so dass nur sein Gegenüber verstehen konnte, was er sprach.
      "Ich sehe euch an, dass ihr viel mehr seid, als das was ihr mir erzählt. Und nun sprecht Wahrheit und versucht nicht weiter mir eure Lügen zu verkaufen."
      Er lehnte sich wieder zurück und das seltsame Lächeln trat wieder auf seine Lippen.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von blackrider ()

    • Es war als würde Eoghan erkennen wie sein Gegenüber im tiefen Schatten der Kapuze schmunzelte doch vielleicht bildete er sich es nur ein. "Ein gutes Auge, das muss ich euch zugestehen doch die Wahrheit kann ich euch dennoch nicht offenbaren. Doch so viel sei euch gesagt, die Asen gaben ihren Segen für meinen Weg und so selbst sie mir Trauen mags wohl keinen Anlass geben das ihr mir Missgunst entgegenbringt."

      Ein Johlen und Gröhlen drang von draussen in die Taverne, dann kamen sie herrein. Ein halbes dutzend Männer in Rüstung, das Kreuz prangte auf ihrer Brust. Sie schrien wild durcheinander, prahlten mit ihren Heldentaten im vergangenen Kampf in dem sie 'Das Heer dieser dreckigen Heiden' wie sie es nannten besiegten. Sie setzten sich an einen langen Tisch nahe des Kamins, unweit von Udaugh und Eoghan. Die Männer die vor ihnen dort saßen und ihr Met tranken gingen freiwillig als die Horde näher kahm. Nur zögerlich ging die junge Frau die sich hier als Kellnerin verdingte zu ihnen um ihre Bestellung aufzunehmen aber ging um so schneller wieder von dem Tisch fort nachdem man ihr nur das Wort Met entgegengeröhlt hatte.

      Udaugh sah dem Treiben aus dem Augenwinkel zu und das Leder seiner Handschuhe quietschte leise als er die Hand zur Faust ballte.

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    • Auch Eoghan waren die Krieger nicht entgangen. Beim Anblick der Kreuze auf ihren Rüstungen kam ihm die bitteren Erinnerungen an das Massakern an den Elfen wieder in den Sinn. In seinem Kopf schrie eine Stimme nach Rache.
      Auch sein Gegenüber schien den Eindringlingen nicht wohl gesonnen zu sein. Er bemerkte dessen Waffenhand, die sich in ihrem Handschuhe spannte.
      Mit einer Hand glitt er unter seinen wollenen Mantel und lockerte das schwere Breitschwert in seiner Scheide.
      Sein Blick glitt wieder zu seinem Gegenüber, wie zu einer stummen Aufforderung, hier und jetzt dem Treiben ein Ende zu setzen.

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    • Sityria war still in ihrer Ecke geblieben und hatte ihre aufmerksamen Blicke durch das Lokal schweifen lassen. Die beiden Männer am Kamin waren ihr sofort aufgefallen. Der eine bewegte sich...eher elfisch als ein Mensch. Viel graziler..sein Schritt federte förmlich. Der andere...der andere bildete das genaue Gegenteil. Der stackste umher als hätte er nicht mehr volle Kontrolle über seinen Körper. Ihre Augen funkelten kurz unter der Kapuze auf. Sie konnte seinen Gestank bis hierher wahrnehmen...
      Plötzlich drängte sich etwas anderes in ihre Gedanken, die Horde Männer in klappernden Rüstungen die hereingestürmt kamen banden ihre Aufmerksamkeit. Als sie das Symbol auf den dicken Brustplatten der Fremdlinge erkannte zuckte sie kurz zusammen, wobei sie ihren Krug Met umwarf den sie sich als eine Art Alibi bestellt hatte. Sie fluchte leise und richtete den Krug wieder auf, in diesem Moment dämmerte ihr das sie einen zweiten Fehler begangen hatte.
      Als sie den Krug wieder aufgestellt hatte, hatte man einen kurzen Moment ihre grazilen, sauberen Finger sehen können. An dieser Hand befand sich ebenso der Siegelring der Garde, den sie zum Abschluß ihrer Ausbildung zur Waldläuferin erhalten hatte...
    • Er sah sein Gegenüber an und nickte nur knapp. Mit einem schnellen Griff nahm er seinen Stab und erhob sich ebenso rasch. Mittlerweile hatten die 'tapferen Recken' ihr Met erhalten. Daran zu bezahlen dachten sie garnicht erst und als die Magd dann Gold forderte packte sie einer der Männer und setzte sie einfach neben sich. Just als sie beginnen wollten die junge Frau zu begrabschen standen Eoghan und Udaug an ihrem Tisch. Letzterer donnerte seinen Stab mit voller Kraft auf den Boden und unter dem lauten Knall den es gab verstummten alle im Raum. "So gebt der Dame das Gold das ihr ihr schuldig seid und dann verschwindet von diesem Ort." Einer von ihnen sprang sofort auf und baute sich vor Udaug auf. Der große Mann, er war fast einen Kopf größer als Udaug, strich sich seinen roten Vollbart zurecht und brummte ihn dann an. "Und wenn nicht? Willst du Wurst uns etwa rauswerfen?" Ein schallendes Gelächter durchdrang den Raum. Es klang fast so als würde Udaug leise lachen bevor er ruhig sprach. "Etwas radikaleres war eher in meinem Sinn." Mit diesen Worten schlug er mit der flachen Hand direkt auf die Brust des Hühnen vor ihm den es glatt von den Füßen riss. In einem hohen Bogen flog er über den gesamten Tisch und landete, begleitet von dem Geräusch zerberstender Knochen an der steinernen Wand der Taverne.

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    • Das lange Schwert griffbereit, einen Dolch in der Hand, stand Eoghan neben Udaug. Schnell trat er einen Schritt nach vorne, und zoge dem ersten Kreuzritter den Dolch über die Kehle. Blutspuckend brach dieser zusammen. Schnell liess er den Dolch in den Weiten seines Mantels verschwinden und zog das schwere Breitschwert aus der Klinge.
      Die anderen Christen waren bereits aufgesprungen und zogen nun ebenfalls ihre Waffen.
      "Möge Tyr uns beistehen", rief er Udaug über die Schulter zu und stürzte sich auf den ersten Feind.

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      Neal Stephenson
    • Ein eisiger Dunst umschloss kurz Udaugs linke Hand bevor er zu Boden sank und eine zarte Reifschicht auf seinem Handschuh entblösste. Eine Vielzahl kleiner aber doch harter und messerscharfer Eiskristalle hatten sich auf ihm gebildet. Mit einer schnellen Bewegung zog er nun den Handschuh über das Gesicht eines Soldaten der mit dem Schwert auf ihn zustürmte und das Eis tat sein grausiges Werk. Es schälte dem Soldaten die Haut von den Knochen und aus seinen Augäpfeln quoll blutiger Schleim als auch sie in Fetzen gerissen wurden. Er schrie, so schmerzerfüllt und durchdringend dass es einem jeden der es höhrte das Mark erschütterte bevor er zu Boden ging und panisch die Fetzen die von seiner Haut geblieben waren in den blutigen Brei drückte der einst sein Gesicht war.
      Udaug wandte sich sofort dem nächsten zu doch dieser griff nach einer jungen Frau die unweit saß und riss sie von ihrem Stuhl. Wie einen Schild hielt er sie vor sich, deutete zittrig mit dem Schwert in Richtung Udaugs und taumelte langsam zurück bis eine Wand ihn stoppte.

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    • Sityria war überrascht. Ihre Situation war prekär, aber sie war nur..überrascht.
      Sie hatte eine Weile das treiben amüsiert beobachtet, besonders den Teil aus der Sack aus Haut und Knochen seine kunstlose Eismagie benutzt hatte. Die Dreistigkeit dieses Wüstlings der ihr seine schmutzige, stinkende Hand auf den Mund hielt fesselte ihre Aufmerksamkeit allerdings mehr. Sie kniff zornig die Augen zusammen und flüsterte leise auf elfisch "Das hast du nicht umsonst getan...Abschaum..". Sie hob ihren linken Arm und drückte die Hand des Menschen mühelos zur Seite, dieser war zunächst zu überrascht um reagieren. Er sollte auch nie mehr die Möglichkeit dazu bekommen.
      Sityria drehte sich elegant um die eigene Achse, wodurch sie ihren Kapuzenmantel verlor und ihre Ausrüstung zum Vorschein kam. Über einem mit Watte gefütterten, sehr leichten Kettenhemd prangte der Waffenrock mit dem Symbol der elfischen Garde. An ihrem Gürtel hing locker ein Köcher mit Armbrustbolzen, die dazugehörige Waffe stand immer noch nutzlos in der Nische in der sie sich bisher verborgen hatte. Das bisher verborgene ebenholzschwarze Haar fiel locker über ihre Schultern, die langen Ohren waren ebenfalls offenbahrt worden.
      Das alles sollte der unglückliche Soldat aber nicht mehr bemerken, geschweige denn erfassen können. In ihrer Drehung hatte die Elfe ein leichtes, filigranes aber dennoch tödliches Langschwert gezogen mit welchem sie ihn einfach zerteilte.
      Das Blut spritzte quer durch den Raum, die Waldläuferin bekam am meisten davon ab. Sie drehte sich zu den anderen im Raum. Ihr Haar war von Blut verklebt, der Waffenrock hatte sich ebenso vollgesogen und von der scharfen Klinge fiel leise ein Tropfen Blut.
      Hinter ihr brach der Mann zusammen, er sackte einfach zur rechten Seite weg. Alles oberhalb des Bauches fiel in die andere Richtung...

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