Japan

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    • Etwas, dass ich nur aus Filmen kenne, ist wahr geworden. Alles was gerade durch die Medien schwimmt erscheint mir so bizarr und unreal. Wie soll sich jenes Land jemals davon erholen frage ich mich. Eine dreifache Katastrophe und die Hauptstadt ist auch bedroht. Wenn ich mir vorstelle wie das wäre wenn es hier passieren würde.

      Ich möchte gerne eure Meinungen zu dem Thema wissen.
      Wir könnten auch einmal zu anderen politischen Entwicklungen diskutieren.
      Aber vielleicht ist hier die Meinung vertreten es würde sich nicht lohnen.
      Mea Culpa: "Ich glaube, du bist von uns Beiden der mit den vielen Ideen..."
      Lord Syn: " Und du der, der sie nicht umsetzt!"
    • Ich ertrage die dort herrschende Situation sowie den medialen Dauerbeschuss,weil wir leider nichts an der japanischen Tragödie ändern können,außer zusehen zu müssen und wenn möglich als Gesellschaft und auch politisch unsere Lehren dauraus zu ziehen, nur mit beißender Ironie gegenüber den Medien und unseren Regierenden.
      Ich hab derzeit das Gefühl, als würden unsere Medien nur darauf warten die Möglichkeit zu bekommen einen Atompilz live und in Farbe über den Äther schicken zu können, bevor die Korrespondenten und Kamerateams samt eines Großteils der japanischen Bevölkerung durch die "Bombe vor der Haustür" verdampfen bzw. verglühen.

      Daß "Mutti" Merkel samt ihrer Koalition versucht sich durch das ausgerufene Moratorium über drei,für den Machterhalt jener Koalition,wichtige Landtagswahlen hin zu retten, um dann m.E. so weiter zu machen wie bisher,weil wir "Stimmvieh" in ihren Augen ja "zu dumm zum denken und handeln" sind (wir ein Gehirn,welches einem Sieb ähneln soll bzgl. politischen Entscheidungen etc.), finde ich einfach nur erbärmlich und zeigt mal wieder was für eine Lobby-/Plutokratie bei uns im Lande herrscht und der Begriff "Demokratie" (ergo die Herrschaft des Volkes für das Volk) dort nur als Marke oder Fassade gebraucht wird.

      Dennoch scheint das Internet als Ausdruck von Volkes Meinung m.E. glücklicherweise mehr und mehr an Gewicht zu gewinnen,weil sich so jeder bisher noch frei und vor allem zum Großteil auch unabhängig von Medienkonzernen informieren sowie beteiligen kann.
      Als bestes Beispiel der jüngsten Zeitgeschichte bleibt da nur der Skandal um den Baron von Copy zu Paste zu nennen,denn ohne die freiwilligen hinter Guttenplag.wiki wären die Mainstream-Medien nicht dazu gebracht worden den öffentlichen Durck des Volkes,der im Netz seinen Ausdruck fand, "nach oben" zu unserer "Elite" zu transportieren und ihn zu den gezogenen Konsequenzen zu bringen.
      Better to reign in Hell, than serve in Heaven.

      "Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt. Religion ist, wenn man trotzdem stirbt." (Jürgen Becker)
    • Die Welt rächt sich. Wird ja auch mal zeit.
      Die Wahrheit über die Existenz des Lebens ist das Zwischenspiel zwischen schmerz und trauer. Man bekommt nichts ohne dafür leiden zu müssen.

      "... Und doch bewege ich mich auf einem dünnen Seil irgendwo zwischen Tier und Übermensch..."

      And the rest is silence
    • Japan hat meine Anteilnahme und ich drücke den 'tapferen 50' die Daumen. Es ist schon fast grausam zusehen zu müssen, ohne etwas tun zu können.

      Im Großen und Ganzen gebe ich ArturiusRex recht. Und ich weiß, wen ich ganz bestimmt mal nicht wählen werde!
      Da fällt mir ein Interview mit einem Angehörigen von Greenpeace von Gestern Vormittag im ZDF ein. Der Typ war wegen dieser wir-schalten-jetzt-sieben-Atomkraftwerke-vorübergehend-aus-um-Wähler-zu-kriegen-Sache stinksauer. Vor allem, weil das schon längst hätte passieren können und müssen. Der Nachrichtensprecher hat ihn dann sogar zur Sachlichkeit ermahnt...

      Was die angeblichen Versorgungslücken angeht, ist das ebenfalls gelogen. In 2009 sollen in Deutschland wegen Wartungsarbeiten o.ä. mehrere AKWs offline gewesen sein. Trotzdem soll ein Export von mehreren Kilotonnen Strom stattgefunden haben. Es ist mehr als fraglich, dass der Regierung die (finanziellen) Interessen einer Lobby wichtiger sind, als die Umwelt, ohne die nichts mehr existieren kann, bzw. die kommenden Generationen! Es scheint keinen zu stören, dass unsere Nachkommen sich später mit Belastungen, wie alten Brennstäben, atomarer Kontamination, usw., rumschlagen müssen.
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      Martin Luther King

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    • Ich denke, dass es in der jetzigen Situation sehr wichtig ist abzuwägen.
      Mit einem solchen Erdbeben hatte man nicht gerechnet, es ist also nachvollziehbar, dass man erschüttert ist denn eben jenes Land musste angersichts der geografischen Lage erdbebensicher und -gewappnet sein. Da es sich um die drittstärkste Wirtschaftsmacht handelt ist es nachvollziehbar, dass Vergleiche gezogen werden. Das die Medien sich darauf stürzen ist eigentlich zu erwarten, die Menschen anbei leben schließlich von der Weitergabe der Information und für sie ist es lukrativ aber ich denke nicht, dass es der einzige Grund ist. Menschen wie meine Eltern informieren sich über die Zeitung und das Fernsehen. Abgesehen von den Reportern berichtet auch die Tageszeitung von dem Geschehen. Also, an wirklich unabhängige Medien glaube ich an und für sich nicht. Und die Menschen hinter dem Fernsehen sind nicht neutral denn welcher Mensch dürfte das schon sein?
      Auf der anderen Seite ist ArturiusRex Wut nachvollziehbar, muss es doch Alles sehr sensationsgierig erscheinen. Die Angehörigen informieren sich sicher auf andere Weise durch für sie eingerichtete Stellen wie ich jetzt einfach einmal vermute.
      Andere Informationen scheinen kaum durchzugelangen. Manch Einem kommt es so vor als würden die Geschehnisse in Libyen in der Versenkung verschwinden...

      Kann es in der Lage der Situation zu einem Atompilz kommen? Ich bin physikalisch unbewandert, habe mir insofern gedacht, dass ich Jemanden kontaktiere, der sich mehr mit der Physik auskennt als es meine Wenigkeit tut.
      Er hatte mir diesen Link zugesendet:

      bravenewclimate.com/2011/03/13/fukushima-simple-explanation/

      Und ich habe mir hier eine deutsche Übersetzung herausgesucht:

      bodenseepeter.de/2011/03/14/wa…twerke-nicht-besorgt-bin/

      Allerdings bin ich mir angesichts der erneuten Ereignisse unschlüssig in Bezug auf den Artikel.

      Gefahren sind schwer einzuschätzen vermute ich. Ein Erdbeben wie in Fukushima wird es nach meiner Befragung zufolge hier der Wahrscheinlichkeit nach nicht geben obwohl es auch in Deutschland zu Erdbeben kommen kann. Man sagt den Deutschen ja die sogenannte " Angst" nach, dass wir gerne lieber die Hexe und Alles damit Zusammenhängende verbrennen obwohl die Paranoia unbegründet sei. Ob das hier der Fall ist weiß ich nicht zu sagen. Ich bin auch für den Ausstieg aber ich vertraue der Alternative nicht. Ich weiß nicht wie unser Strom sich tatsächlich herstellen lässt und ich weiß nicht welche Anforderungen unsere Zivilisation benötigt.
      Unsere Politiker werden dieses Ereignis ausschlachten und sie machen es bereits. Hauptsächlich sind die wirtschaftlichen Befürchtungen im Vordergrund, so kommt es mir vor.
      Frau Merkel kam mir unsicher vor, sie geht wohl so vor wie sie es bisher auch getan hat.
      Zumindest hatte sie sich für meinen Geschmack zu sehr wiederholt.
      Wenn sie Wahlkampf betreiben möchte, dann kommt dieser Entschluss ihr bestimmt nicht zu Gute.
      Und es wäre auch zu spät. Ich glaube nicht, dass sie sich bei einer erneuten Wahl, gleichwertig was sie nun macht, in dem Amt halten kann.
      Vielleicht wartet man durch das Moratorium ab wie sich die Lage weiter entwickelt. Aber ich möchte vorsichtig sein und nicht spekulieren.

      Ich glaube, ich kann überhaupt Niemanden mehr wählen. Ich glaube nicht an Grün, nicht an Schwarz, an Rot auch nicht, die Linke und Braun betreffen Dasselbe, die FDP nicht und die anderen ( sonstigen ) Parteien wie die Piraten oder die Partei der bibeltreuen Christen ebensowenig. Ich stehe sehr resigniert da.
      Ich glaube auch nicht, dass ich wirklich ein politischer Mensch bin.
      Das gegenseitige verbale Zerfleischen liegt mir nicht, ich mag es auch nicht.

      Was mich sehr besorgt ist die Häufung von Katastrophen. War dieses Erdbeben eine 'Ausnahme'? Oder ist abgesehen von den Nachbeben mit gleichartigen Erschütterungen zu rechnen. Ich habe das Gefühl, dass das Land nicht mehr aus der Katastrophe herausfindet. Lord Syn sagte im Gespräch:" Das war es für Japan."
      Ich kenne mindestens eine Person, die sehr betroffen sein muss und ich als " Freund der japanischen Kultur" fühle mich angesichts der Ereignisse auch sehr unwohl obwohl nicht allein das Grund für Bestürzung sein sollte. Ich habe die Bilder gesehen und es kam mir nicht vor als würde das Japan sein sondern ein anderes Land.
      Es mag banal erscheinen aber ich frage mich auch wieviele alte Häuser und Gebäude durch den Tsunami betroffen wurden. Ich hatte mich in letzter Zeit sehr für japanische Architektur interessiert und mir hin und wieder Fotos von 'Burgen' angesehen. Natürlich gehen die Menschen vor würde ich sagen.
      Aber es ist insgesamt eine traurige Situation.
      Mea Culpa: "Ich glaube, du bist von uns Beiden der mit den vielen Ideen..."
      Lord Syn: " Und du der, der sie nicht umsetzt!"
    • Original von Scin
      Die Welt rächt sich. Wird ja auch mal zeit.


      Das macht sie schon länger,aber diesmal hat sie die Menschheit bei den Eiern gepackt und presst gerade die Faust zusammen,daß es auch schön schmerzt.
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    • Wenn ich so was lese, bekomme ich doch Phantomschmerzen :nono:

      Die Welt, die nach meinen Kronjuwelen grabscht! Die Vorstellung! Ich spüre aus der Erde bereits die kalten Finger hervorschießen.

      Ja, was in Japan passiert ist, ist schlimm, gar keine Frage. Wir reden immerhin von über 20.000 Toten und Verletzten. Und ja, ich habe mir endlos Diskussionen über Nuklearsicherheit auf einer viel zu dünnen Faktenbasis angehört. Weil ich mir Gedanken um die Menschen dort gemacht habe und mich natürlich auch frage, wie ich zur Kernkraftnutzung hier in Deutschland stehe.

      Aber mal objektiv: das ist weder der Untergang von Japan, noch der von Europa. Naturkatastrophen gab es bereits vor den Menschen. Und wenn ich da mal an Meteoriten und Eiszeiten denke hat es schon ganz andere Herausforderungen auf dieser Welt gegeben.

      Was es damals nicht gab war die Möglichkeit sich innerhalb von Sekunden Bilder und Videos davon über den Globus zu schicken. Was also zugenommen hat ist die Sichtbarkeit solcher Katastrophen. Und sie treffen mehr Menschen als früher, weil es aber auch viel mehr von uns gibt. Deswegen geht die Welt und wohl auch die Menschheit aber nicht unter, so tragisch diese Ereignisse für den Einzelnen auch sind.

      Eine vollkommen andere Sache ist die Bewertung der Konsequenzen für Deutschland. Aber bis die ausgearbeitet und umgesetzt sind wird es wohl noch ein wenig dauern, deswegen halte ich mich da zurück und hoffe in der Zwischenzeit, dass die Lage in Japan bald besser wird.
    • 20.000 Tote eine beachtenswerte Zahl. Jedoch eine geringe Zahl. Wie viele Menschen wurden durch andere Menschen abgeschlachtet und verletzt. Millionen... Allein die Opfer durch die großen Kriege.
      Dagegen ist Japan doch recht harmlos. Auch wenn man die Kriege weglässt gibt es noch tausende von Morden Totschlägen und keine Ahnung was.

      Der Tod eines einzelnen ist eine Tragödie, Der Tod von 1000en nur eine Statistik.

      In diesem Sinne Adioz

      aso @Mod3000 bedeutet das MoD zufällig Master of Disaster?
      Die Wahrheit über die Existenz des Lebens ist das Zwischenspiel zwischen schmerz und trauer. Man bekommt nichts ohne dafür leiden zu müssen.

      "... Und doch bewege ich mich auf einem dünnen Seil irgendwo zwischen Tier und Übermensch..."

      And the rest is silence

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Scin ()

    • Original von MoD3000
      Aber mal objektiv: das ist weder der Untergang von Japan, noch der von Europa. Naturkatastrophen gab es bereits vor den Menschen. Und wenn ich da mal an Meteoriten und Eiszeiten denke hat es schon ganz andere Herausforderungen auf dieser Welt gegeben.
      Ich bin mir nicht sicher, ob das ein guter Vergleich ist. Schließlich ist der Supergau ein Produkt der Menschen. Und die Radioaktivität hält viele Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte. Gleichzeitig entstehen Spätfolgen, bei denen ich unweigerlich an Vietnam denken muss. Und es ist ein Unterschied zwischen einem toten Menschen und einem entstellten, vor sich hin siechenden. Davon mal abgesehen werden wieder mal die anderen 'Mitbewohner' unseres Planeten vergessen. Es ist ungerecht, dass diese unsere Fehler mit ausbaden, und dass sie unter uns leiden müssen.
      Natürlich hat die Erde ewig gebraucht, um sich von dem Meteoriteneinschlag zu erholen. Aber schließlich hatten wir keinen Einfluss darauf bzw. hätten keinen gehabt, wenn wir zu der Zeit dagewesen wären, weshalb wir uns deswegen keine Vorwürfe machen, oder Schuldgefühle haben brauchen.
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    • @Scin: Ja, MoD ist tatsächlich die Abkürzung für Master Of Desaster. Aber du bist einer der wenigen, die darauf tippen. Ehrlich gesagt: ich kann mich nicht mal mehr sonderlich gut erinnern, woher ich den Namen hab.

      @Mormegil: Ich kapier dein Argument nicht. Warum denkst du bei einem Super-GAU an Vietnam? Unterstellst du, dass Naturkatastrophen keine entstellten Menschen zurücklassen? Und vor allem: wie kommst du darauf, dass es mir um Schuldgefühle und Vorwürfe ging?
    • Original von Scin
      Der Tod eines einzelnen ist eine Tragödie, Der Tod von 1000en nur eine Statistik.


      Stalin zu zitieren ist wirklich böse! Aber es stimmt sogar.

      Die Katastrophe in Japan war durchaus schon eine schlimme Sache, aber am schlimmsten finde ich, dass man Atomkraftwerke an Küsten baut, in einer Erdbebenregion. Sie haben nicht mit so einem starken Erdbeben gerechnet? Was wäre mit einem schwächeren gewesen? Ein Tsunami würde dann auch entstehen und auch Schäden verursachen.

      Was die Diskussion in Deutschland betrifft, kann ich nur folgendes sagen. Der Atomausstieg war beschlossene Sache, bis sich unsere Kanzlerin dazu entschied, den Ausstieg zu verschieben. Klar ist für mich, dass die Kernkraft weg muss und durch etwas ersetzt werden muss, was gleichermaßen Energie in ausreichenden Mengen produziert, um den Energiehunger zu stillen, gleichzeitig aber kaum umweltbelastend ist.

      Jetzt einfach alle AKW ausschalten bedeutet nur, dass wir entweder mehr Kohle, Gas und Ölkraftwerke bauen müssten oder den Strom teuer zukaufen. Von anderen AKW aus dem Ausland. Und das ist ja das Problem in Europa. Es gibt in Europa wie in keiner anderen Region der Welt so viele AKW und ein einseitiger Ausstieg ohne die anderen europöischen Staaten würde die Gefahr für Deutschland kaum verringern.
      +++ Rege Satanas! +++
      +++ Ave Satanas! +++
      +++ Heil Satan! +++
    • Original von Lord Syn
      Es gibt in Europa wie in keiner anderen Region der Welt so viele AKW und ein einseitiger Ausstieg ohne die anderen europöischen Staaten würde die Gefahr für Deutschland kaum verringern.


      Hab dazu nur ne kleine Anmerkung bzw. nen Zusatz.

      Der Gedanke bekommt m.E. noch etwas mehr Brisanz, wenn der Fakt außer acht gelassen wird, daß nach neuesten Schätzungen Global die Anzahl der AKWS auf ca. 1000 bis zum Jahr 2040 erhöht werden soll. Da haben wir dann quasi immer und überall unsere Atombomben vor der Haustür (und extrem überspitzt gesagt sind dabei die noch existenten atomaren Sprengköpfe in den Arsenalen der Supermächte des kalten Krieges, die im Bezug auf die USA auch in der BRD stationiert waren oder sind, nicht eingerechnet).
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    • Original von MoD3000
      @Mormegil: Ich kapier dein Argument nicht. Warum denkst du bei einem Super-GAU an Vietnam? Unterstellst du, dass Naturkatastrophen keine entstellten Menschen zurücklassen? Und vor allem: wie kommst du darauf, dass es mir um Schuldgefühle und Vorwürfe ging?
      Vietnam wegen dem Entlaubungsmittel, dass die Amis damals auf die Wälder gesprüht haben, wegen dem noch heute entstellte Kinder auf die Welt kommen.
      Nein, das mit den Schuldgefühlen war ein Gedankengang von mir. Das war also nur noch halb auf deinen Post bezogen.
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    • Kapier ich trotzdem nicht. Vietnam ist für mich ein Beispiel für den Wahnsinn von Krieg, und wenn du es in diesem Kontext benutzen willst ein Beispiel dafür, dass die Menschen sich auch ohne Kernkraft prima zugrunde richten können.

      Aber warum sollte ich Schuld für die Vorfälle in Vietnam oder Fukushima empfinden? Natürlich finde ich die gerade stattfindende Verseuchung schrecklich, aber das würde ich genauso bei einer explodierten Chemiefabrik sagen. Lediglich das Ausmaß einer atomaren Verseuchung ist extrem.
    • Original von MoD3000
      Kapier ich trotzdem nicht. Vietnam ist für mich ein Beispiel für den Wahnsinn von Krieg, und wenn du es in diesem Kontext benutzen willst ein Beispiel dafür, dass die Menschen sich auch ohne Kernkraft prima zugrunde richten können.
      Die Parallele, die ich aufzeigen wollte, ist die, dass in beiden Fällen der Mensch die Ursache ist und dass er in beiden Fällen noch jahrelang darunter zu leiden hat. (Von Tieren mal abgesehen)

      Original von MoD3000
      Aber warum sollte ich Schuld für die Vorfälle in Vietnam oder Fukushima empfinden? Natürlich finde ich die gerade stattfindende Verseuchung schrecklich, aber das würde ich genauso bei einer explodierten Chemiefabrik sagen. Lediglich das Ausmaß einer atomaren Verseuchung ist extrem.
      Mit den Schuldgefühlen bzw Vorwürfen bezog ich mich darauf, dass alle Lebewesen auf diesem Planeten unsere Fehler ausbaden und unter ihnen leiden müssen. Das, und die Tatsache, dass die meisten einfach so darüber hinwegsehen können, macht mich traurig. Man kann aber von niemandem verlangen Schuld o.ä. zu empfinden, das tue ich auch nicht. Schließlich kann man sich nicht bewusst dafür entscheiden.
      Verdammt, das ist frustrierend.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Svarr ()

    • Original von Mormegil
      Tja, heute scheint es keinen mehr zu interessieren...

      Aber es ist schön zu sehen, wie wir den Menschen, die leben wie es unsere Ahnen taten, zeigen, dass sie das richtige tun.


      Ja wir sollten uns wirklich ein Beispiel an anderen Ländern nehmen. Viele afrikanische Staaten kommen prima ohne Computer, Handys, Schulmedizin und sauberes Trinkwasser aus. Sterben zwar tausende dank Seuchen die in Industrienationen faktisch ausgerottet sind oder verhungern schlicht und einfach aber was sind schon ein paar tausend leben wenn man das richtige tut? Oder doch lieber nur zurück in die Zeiten der Industrialisierung als man aus dem Fluss trank in den jeder Betrieb und Haushalt seinen Mist leitete und sich der Pferdemist so hoch wie die Häuser stapelte?

      Ich denke mal der Hauptgrund warum es um Fukushima ruhig geworden ist, ist der Umstand das es nichts zu berichten gibt. Keine Strahlentoten, glücklicherweise keine weiteren Lecks und die Verseuchung liegt weit unterhalb der Horrorszenarien die man während der Krise gerne durch die Gegend brüllte. Was bleibt ist die Erkenntnis das ein veraltetes Kraftwerk tatsächlich ein Sicherheitsrisiko darstellen kann, ein modernes Kraftwerk allerdings selbst dem 4. stärksten Erdbeben seit beginn der Aufzeichnung stand halten kann. Was ich weiterhin bemerkenswert finde ist, dass aus irgend einem Grund 40 Jahre alte Anlagen als Maß der Dinge in der Kerntechnik angesehen werden und es noch nie jemandem in den Sinn kam alte, schlecht gesicherte Anlagen abzuschalten. Stattdessen wird immer wieder skandiert man solle doch die Atomkraft ganz abschaffen, ist ja schließlich unsicher.
      Außerdem sollten wir Autos verbieten. Schließlich haben Oldtimer eine furchtbare Sicherheitsstatistik.

      Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.
      Das kleine Rote Buch - Mao Zedong

      Ich bin ja auch nur irre in Kombination mit einem Ticken diabolischer Intelligenz. So eine Art Montgomery Burns auf Crack mit einem Gewaltproblem.
      Avalon
    • Du vergisst, dass man in einen Oldtimer freiwillig einsteigt.

      Ich frage mich außerdem, warum die ganze Welt die Sicherheit der Anlagen als Maß der Dinge ansieht. Warum denkt keiner darüber nach, woher das Uran eigentlich kommt?
      In Australien und sogar in Deutschland sind ganze Landstriche unwiederbringlich verloren. Die komplette Tailings-Problematik scheint systematisch tot geschwiegen zu werden.
      Wie kann es sein, dass wir jährlich über 10km³ Schwermetall belastete Gesteine exhumieren und der Verwitterung preisgeben?
      Die Entlagerungs und Aufarbeitungsproblematik will ich hier gar nicht erst anreißen.

      Mag sein, dass die Kraftwerke der neuen Generationen sicher sind, dennoch sollten wir uns fragen woher wir in Zukunft die Brennstoffe herbekommen wollen.

      Ich verstehe auch nicht, warum so viele Menschen im Atomausstieg einen Rückschritt sehen.

      Simply you can breath doesn't mean you are alive.

      Etwas verwest in uns. Unter diesem dünnen Lack aus Anstand, Moral und Zivilisation, gärt abgestandenes Menschsein und wenn die Membran reisst, wird die Welt ertrinken, in einem Meer aus Blut, Tränen und Pisse.

      "Wenn man mit anonymen Fremden im Internet diskutiert, muss man auf alles gefasst sein, denn fast immer entpuppen sie sich als von ihrer Unfehlbarkeit überzeugte Sechzehnjährige mit unendlich viel freier Zeit."
      Neal Stephenson
    • Gute Frage, nächste Frage, den so ist die Menschheit bedauerlicherweise gepolt.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ArturiusRex ()

    • Als wenn der Abbau von anderen Mineralien nicht genau die gleichen Probleme erzeugen würde. Ein sehr großer Teil aller modernen Technologien kommt nicht mehr ohne die Verwendung von seltenen Erden aus. Lanthan, Cer, Neodym, Dysprosium, etc. etc.
      Alle diese Elemente werden in riesigen Bergwerken abgebaut und müssen mit chemischen Verfahren dargestellt werden die enorme Mengen von Giftmüll produzieren. Als kleiner Bonus bekommt man tausende Tonnen von Abraum mit einem schönen Anteil an Schwermetallen.
      Interessiert sich jemand dafür? Eher nicht. Wird ja schließlich kein Uran abgebaut also kann es ja nicht so schlimm sein.
      Die australischen Grünen waren auch strikt dagegen dass der Uranabbau im Bergwerk Olympic Dam nicht ausgeweitet werden darf, hatten aber nichts dagegen, dass man dort die Kupfer-, Silber- und Goldproduktion weiter ausweitet. Rein theoretisch fordert man damit doch bitte das Uran nicht aus dem Gestein zu filtern sondern es doch lieber einfach auf die Abraumhalde zu werfen. Toller Plan wenn du mich fragst.

      Warum ich den Atomausstieg als Rückschritt ansehe? Satte 27 neue Kohlekraftwerke. In der Folge wahrscheinlich Ausweitung des Kohleabbaus. Und die lieben Grünen? Sind dagegen, natürlich. Böse fossile Energieträger und so. Wo der Strom sonst herkommen soll bleibt offen. Windräder und Solarparks werden ja gerne angepriesen. Dumme Sache nur, man braucht auch für diese Technologien seltene Erden womit wir genau den gleichen Dreck hinterlassen wie beim Uranbergbau. Aber hey, wenigstens kein Uran abgebaut nicht wahr?


      Gute Frage, nächste Frage, den so ist die Menschheit bedauerlicherweise gepolt.


      Eine erleuchtende Bereicherung zu dieser Diskussion...

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